Upcycling, Recycling, Downcycling - kennst du die Unterschiede?

Deutschland gilt als besonders vorbildlich in Sachen Mülltrennung und Wiederverwertung von Rohstoffen. Seit beinahe 30 Jahren trennen wir unseren Müll und leisten damit einen positiven Beitrag für die Umwelt.

Doch auch wenn vieles aus der Tonne tatsächlich neue Verwendung findet, steigen laut Umweltbundesamt die Müllberge weiterhin an.
Insbesondere unser Plastikmüll wird gerade einmal zu 17 Prozent nachvollziehbar recycelt.
Was mit den restlichen 83 Prozent geschieht? Die Antwort bleibt intransparent.
Manches wird ins Ausland transportiert, manches landet in der Verbrennungsanlage und manches wiederum in der Natur.
Ein Problem, das uns schier über den Kopf zu wachsen scheint. Als Begründung für den Anstieg nennt das Umweltbundesamt vor allem kleinere Verpackungen aufgrund vermehrter Single-Haushalte sowie den Vorwärtstrend zu Fertigprodukten. Ein Zeichen, dass viele Aufklärungsmaßnahmen noch zu wenig bewirken.

Tonne auf, Müll rein. Und dann?

Wir von tjuub möchten mehr Aufklärung und Bewusstsein für den Recyclingkreislauf schaffen und widmen uns deshalb in diesem Beitrag den Unterschieden zwischen Recycling, Upcycling und Downcycling. Kurz erklärt, nachhaltig angewendet.

Recycling – das „grobe“ Ganze

Recycling ist der Überbegriff für Wiederverwertung und neue Nutzungsmaßnahmen.
Zum Beispiel Altglascontainer oder gelbe Säcke und Tonnen spielen hier eine Rolle. Denn dort wird wiederverwertbarer Müll gesammelt.

Die Bezeichnung „Recycling“ ist eigentlich ein Kunstwort, das ursprünglich aus dem Lateinischen stammt. „Re“ steht für „zurück“ und „cyclus“ bezeichnet den Kreislauf. Zusammengesetzt ergibt es die Bedeutung „Zurück in den Kreislauf“.
Ein Mechanismus, den die Menschen schon seit der Antike für sich zu nutzen wissen. Vor allem in der Landwirtschaft, wo tierische Exkremente für den Anbau neuer Futter- oder Nahrungsmittel verwendet werden. Es entwickelt sich ein geschlossener Kreislauf aus Nutzung, Abfallentstehung und Verwertung, woraufhin wiederum ein neuer Nutzen entsteht.

In der heutigen Zeit muss dabei vor allem auch auf die Trennung einzelner Inhaltsstoffe geachtet werden. Dazu wird Weggeworfenes meistens eingeschmolzen, um danach ein neues Produkt daraus zu gewinnen.
So wird aus einer PET-Flasche beispielsweise eine Decke aus Fleece. Ein Verfahren, das zwar das „grobe“ Ganze beschreibt, bei dem es aber eigentlich um sehr viele Feinheiten und Details geht. Welchen Müll du in den Recyclingkreislauf werfen kannst, erkennst du am Symbol mit den drei Pfeilen.

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Downcycling – trotz downgrade sinnvoll?

Im Prinzip bezeichnet Downcycling denselben Prozess wie Recycling, mit dem wichtigen Unterschied des daraus resultierenden Ergebnisses. Denn dieses verliert währenddessen an Qualität.
Das bedeutet, dass der neu gewonnene Rohstoff oder das neu entstandene Produkt qualitativ schlechter ist, als das vorherige. Nichtsdestotrotz wirkt auch Downcycling den wachsenden Müllbergen und Rohstoffverbräuchen entgegen: Ein Beispiel für Downcycling sind Altkleider, die geschreddert zu Packdecken werden.

Kritiker wiederum bemängeln den hohen Energieverbrauch, der dabei entsteht.
Der Grund für den Qualitätsverlust liegt nämlich im anstrengenden Verfahren selbst, bei dem der Müll in seine Grundbestandteile zerlegt werden muss. Außerdem legen neu beigemischte Zusatzstoffe oftmals eine weite Entfernung zurück, was wiederum unser Klima negativ beeinflusst.

Upcycling – die Methode für alle

Upcycling ist die Methode, der auch wir von tjuub uns aus voller Leidenschaft verschrieben haben.
Denn hier geht es vor allem darum, vorhandenen Rohstoff in seiner natürlichen Form zu belassen – und ihm trotzdem neues Leben einzuhauchen. Das spart Ressourcen, Energie und Kosten. Und das Beste: Das Ergebnis wird aufgewertet, statt wie beim Downcycling abgewertet.

Somit reduziert sich nicht nur der Müll, sondern Wert wird auf kreative, umweltschonende Weise gesteigert.
Eine Methode, die jeder anwenden kann. Ob ein Bett aus Paletten bauen, einen alten Kochtopf zum Blumenkübel umfunktionieren oder eben einen verschlissenen Fahrradschlauch in ein trendiges Accessoire verwandeln. Der Kreativität werden keinerlei Grenzen gesetzt.

Hast du auch eine tolle Upcycling-Idee? Teile sie mit uns!

Schicke deine Bilder und Ideen bis zum 30.11.2020 an tasche@tjuub.de. Die beste Idee gewinnt eine Schlüsseltasche Abisko und wird auf unserem Blog veröffentlicht.

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