Komposttoilette im Wohnmobil: 365 Tage Erfahrung mit der OGO von ToMTuR
Im Februar 2024 habe ich mein neues Wohnmobil abgeholt. Mercedes Sprinter, sieben Meter lang, ausgebaut von Frankia (Modell Yukon). Ein Jahr später war die fest verbaute Thetford-Banktoilette draußen und eine OGO-Komposttoilette von ToMTuR drin. Heute, nach über 365 Tagen Vollzeit-Vanlife mit der OGO, ist es eine der besten Investitionen, die ich am Fahrzeug gemacht habe.
Wenn du gerade vor derselben Entscheidung stehst, bekommst du in diesem Artikel das volle Bild. Welche Toiletten-Typen es überhaupt gibt. Warum die OGO und nicht eine Trelino oder Kildwick. Wie der Einbau lief, was eine Komposttoilette wirklich kostet, wie sie sich im Alltag schlägt — und welche praktischen Tipps ich nach einem Jahr Erfahrung weitergeben kann.
Kurz zu mir, falls du mich nicht kennst
Ich bin Dagmar, Gründerin von tjuub. Ich nähe Upcycling-Taschen aus LKW-Plane in Bayreuth und in unserer Werkstatt in Tschechien. Seit zweieinhalb Jahren lebe ich Vollzeit im Sprinter, arbeite ortsunabhängig und reise das ganze Jahr durch Europa und Marokko. Die Toilette ist also kein Wochenend-Spielzeug, sondern Teil meines Alltags. 365 Tage. Jede Nacht. Jede Reise.
Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu ToMTuR (mit „Werbung" gekennzeichnet). Wenn du über einen dieser Links bestellst, bekomme ich eine kleine Provision. Für dich ändert sich am Preis nichts. Empfehlen würde ich die OGO genauso ohne Provision, weil ich sie selbst nutze und sie wirklich funktioniert.
Warum ich die Chemietoilette loswerden wollte
Zwölf Jahre lang hatten alle unsere Wohnmobile eine Chemietoilette. Erst mit ChemBlue, später mit Solbio, weil ich den Chemiewahn reduzieren wollte. Beides funktioniert, beides hat einen ehrlichen Punkt erreicht, an dem ich nicht weiterkonnte:
- Du brauchst eine Entsorgungsstation. Immer. Das schränkt deine Routenwahl ein, vor allem außerhalb von Hochsaison und touristischer Infrastruktur.
- Sardinien Oktober bis Dezember: 95 % aller Campingplätze geschlossen, kaum Entsorgungsstationen. Mehr Erfahrungen dazu in meinem Sardinien-im-Winter-Bericht.
- Müllentsorgung war auf Sardinien teils acht Tage lang nicht möglich. Wenn ich mir vorstelle, dass ich auch eingeschweißte Exkremente acht Tage durch die Gegend fahre, urgh nein.
- Der „Öko-Trick" mit Solbio wird in der Community gerne als Freibrief gesehen, Inhalte einfach in den Busch zu kippen. Tut man eigentlich nicht. Habe ich schon mehrfach beobachtet. Schadet allen.
- Mein Plan, das Fahrzeug irgendwann nach Nordamerika zu verschiffen, macht eine Chemietoilette komplett unbrauchbar.
- Vorrat schleppen: Permanent Solbio oder ChemBlue mitführen, regelmäßig nachkaufen. Macht keinen Spaß und ist nicht autark.
- Geruch: Auch mit Solbio bleibt das Bad bei 35 Grad eine Geduldsprobe.
Ich wollte autarker werden. Länger ohne Entsorgung auskommen. Keine Vorräte schleppen. Und vor allem: kein chemischer Geruch im Bad mehr.
Welche Toiletten-Typen gibt es im Wohnmobil überhaupt?
Bevor ich mich entschieden habe, habe ich wochenlang recherchiert. Vier Hauptkategorien:
1. Chemietoilette (Bank- oder Kassettentoilette)
Die klassische Wohnmobil-Toilette. Wasserspülung, Kassette mit Chemie, alles wandert getrennt nach Feststoff und Urin (theoretisch — praktisch nicht wirklich) in einen Tank. Vorteil: günstig, weit verbreitet, gewohnt. Nachteil: chemiebasiert, stinkt im Sommer, braucht Entsorgungsstation, nicht autark.

2. Trockentrenntoilette
Feststoffe und Flüssigstoffe werden direkt am Toilettenausgang getrennt — vorne Urin, hinten Feststoff. Keine Spülung, kein Wasser, keine Chemie. Feststoffe landen meistens in einem Eimer mit Streu (Kokosfaser, Sägemehl, Hanfstreu). Bekannte Modelle: Trelino, Kildwick, Nature's Head, Abinger, Perfect Van Toilette. Vorteil: sehr autark, kein Geruch wenn richtig getrennt, kein Strom nötig. Nachteil: Feststoffe werden nicht kompostiert, müssen entsorgt werden.
3. Komposttoilette mit Rührwerk
Wie eine Trockentrenntoilette, aber mit einem manuellen oder elektrischen Rührwerk im Feststoffbehälter. Durch das regelmäßige Umrühren mit Streu (Kokosfaser) entsteht echter Kompost. Modelle: OGO von ToMTuR*, Air Head, Nature's Head Composting (mit manueller Kurbel). Vorteil: sehr lange Standzeiten ohne Entleeren (bei mir vier Wochen), Inhalt ist tatsächlich Kompost, Geruch fast neutral. Nachteil: meistens etwas teurer, OGO braucht Strom für das Rührwerk.
4. Verschweißertoilette
Kein Trennen, aber jeder Toilettengang wird in einer Plastiktüte verschweißt. Bekanntestes Modell: Cleesana. Vorteil: hygienisch, kein Trennen, keine Streu. Nachteil: Plastikmüll, und du musst die verschweißten Beutel irgendwo entsorgen (Restmüll). Wenn du wie ich auf Sardinien acht Tage keine Müllentsorgung hast, wird das schnell unschön.
Warum ich auf der CMT in Stuttgart entschieden habe
Ich war erst auf der Caravan-Messe in Berlin und wurde dort enttäuscht. Außer einer Cleesana am Stand von Fritz Berger gab es kaum etwas zu sehen. Im Januar 2025 bin ich extra zur CMT nach Stuttgart gefahren — die richtige Entscheidung. Dort konnte ich praktisch alle relevanten Modelle anfassen, mit Herstellern und Nutzern sprechen, in offene Toiletten reinschauen.
Engere Wahl waren bei mir die Abinger (Trenntoilette mit Bankoptik) und die OGO von ToMTuR. Die Abinger ist optisch top und der Einbau wäre weniger invasiv gewesen. Was mich abgehalten hat: Wenn man den Deckel öffnet, blickt man direkt in den dunklen Schlund des eigenen Kackerhaufens. Es gibt einen Aufsatz dafür, aber das war für mich der Punkt, an dem ich gesagt habe: nein.
Die Cleesana war wegen des permanenten Plastikmüll-Problems früh aus dem Rennen. Die Perfect Van Toilette war preislich nicht überzeugend. Der Hobo (auch von ToMTuR, Trockentrenntoilette) war eine Option, aber ich wollte das Komposting.
Am Ende habe ich am ToMTuR-Stand die OGO bestellt. Mit 10 % Messerabatt lag der Preis bei rund 1.200 Euro inklusive Starter-Set Kokosfaserziegel.
Werbung: Direkt zur OGO bei ToMTuR (Affiliate-Link).
Einbau bei Campufaktum
Selber einbauen wollte ich nicht. Mein Wohnmobil war zum Zeitpunkt 14 Monate alt, und ein DIY-Eingriff in das Bad ist ein anderes Kaliber als ein Regal aufschrauben. ToMTuR empfiehlt Einbaupartner, einer davon ist Campufaktum mit Basti. Wir haben uns auf der CMT kennengelernt, Termin gemacht, Termin im Mai 2025 gehalten.
Der Einbau ging an einem Tag. Ich konnte parallel im Büro arbeiten, am Nachmittag war alles fertig. Die alte Bank raus, die OGO platziert, Strom gelegt, Rührwerk getestet, Urintank angeschlossen, Kokosfaserziegel-Briefing inklusive. Sauber, freundlich, professionell. Würde ich wieder so machen.
Wie funktioniert die OGO im Alltag?
Die OGO ist eine Komposttoilette mit elektrischem Rührwerk. Stromaufnahme ist minimal, das Rührwerk läuft nur wenige Sekunden pro Aktivierung. Du sitzt drauf wie auf jeder normalen Toilette. Vorne ist die Urin-Trennvorrichtung, hinten der Kompostbehälter mit dem Rührwerk.
Nach dem großen Geschäft schaltest du das Rührwerk an. Ich lasse es immer zweimal durchlaufen. Der Kokosfaserziegel im Behälter mischt sich mit den Feststoffen, das Ganze wird zu Kompost. Wenn du ein paar Tage nicht im Wohnmobil auf Toilette gehst, lohnt es sich, das Rührwerk trotzdem ein- bis zweimal pro Tag leer laufen zu lassen, sonst wird der Kompost zu fest und das Rührwerk kommt nicht mehr durch.
Toilettenpapier wird nicht in den Kompostbehälter geworfen. Das ist die einzige Umstellung, die ein bisschen Eingewöhnung braucht. Ich habe schwarze Hundekotbeutel im Bad hängen, da kommt benutztes Toilettenpapier rein, wird sofort zugeknotet und in den normalen Müll. Nach einem halben Jahr ist es das normalste der Welt — und nebenbei perfekte Vorbereitung für Reisen nach Marokko oder Asien, wo Toilettenpapier ohnehin nie in die Toilette geht.
Standzeit und Entsorgung — die wichtigsten Zahlen
- Urintank: hält bei mir alleine drei bis vier Tage. Zu zweit entsprechend kürzer.
- Kompostbehälter: hält bei mir vier Wochen. Das ist der eigentliche Wow-Effekt im Vergleich zur Chemietoilette.
- Urin entsorgen: Entsorgungsstation, normale Toilette, im Notfall verteilt im Wald oder Gebüsch (es ist reiner Urin, ohne Toilettenpapier, ohne Chemie — jedes Pferd uriniert mehr).
- Kompost entsorgen: Restmüll oder, wo das ökologisch und legal sinnvoll ist, in einen Komposthaufen. Der Kompost riecht nach Wald und Erde, nicht nach Toilette. Das ist der Punkt, bei dem ich am meisten überrascht war.
Kokosfaserziegel: Was du wissen musst
Der Kompost-Behälter braucht Streu, damit aus Feststoffen Kompost wird. Bei der OGO sind es Kokosfaserziegel — gepresste Blöcke aus Kokosfaser, die du mit Wasser auflöst, bevor sie in den Behälter kommen.
Wo du Kokosfaserziegel kaufen solltest
Direkt bei ToMTuR. ToMTuR verkauft auch über Amazon, aber direkt im Shop ist es genauso günstig. Das ist der wichtige Punkt: Bei vielen anderen Anbietern wird auf ein eigentlich einfaches Produkt richtig viel Marge draufgeschlagen, sobald „für Camping-Toiletten" auf der Verpackung steht. Bei ToMTuR ist das nicht so. Die Preise für ein 12er-Pack sind absolut angemessen — ungefähr auf dem Niveau, wenn du Kokosfaserziegel für den Garten im Baumarkt holst. Deswegen ist meine klare Empfehlung: direkt bei ToMTuR bestellen.
Werbung: Kokosfaserziegel direkt bei ToMTuR bestellen (Affiliate-Link).
Wie viele Ziegel brauchst du?
Das musst du ein bisschen ausprobieren. Bei mir reicht ein halber Ziegel pro Aufsetzen. Ein voller Ziegel ist zu viel, der Kompostbehälter wird zu schnell voll und du verlierst Standzeit. Ich halbiere die Ziegel der Länge nach mit einem Messer und nutze pro „Charge" einen halben. Den anderen halben hebe ich auf für das nächste Aufsetzen.
Bei meinem Verbrauch komme ich mit etwa 2 Euro Kokosfaser-Kosten pro Monat aus. Verglichen mit dem, was ich vorher für Solbio ausgegeben habe, ist das ein Witz.
Aufbewahrung im Wohnmobil — der Bröselfaktor
Kokosfaserziegel sind ziemlich krümelig. Sie nehmen ein bisschen Volumen ein, sind nicht schwer, und vor allem: sie bröseln. Wenn du die Ziegel offen im Wohnmobil herumliegen hast, hast du bald Kokosfaser-Krümel im ganzen Bad und Stauraum.
Was bei mir funktioniert: Ich lagere die Kokosfaserziegel in einer Sila aus LKW-Plane. Die Sila ist eigentlich meine Allround-Kleinraumtasche aus dem tjuub-Sortiment, aber für die Aufbewahrung der Kokosfaserziegel ist sie so gut, dass ich sie inzwischen fast ausschließlich dafür nutze. Drei Gründe:
- Die LKW-Plane ist abwischbar. Wenn was bröselt, wischt du es mit einem feuchten Lappen weg.
- Die Tasche ist verschließbar — die Krümel bleiben drin, nicht im Schrank.
Den Ziegel auflösen — und ein praktischer Hack
ToMTuR liefert beim Starter-Set einen Zip-Beutel mit, in dem du den Kokosfaserziegel mit Wasser auflösen sollst. Der Beutel ist sehr dicht und funktioniert grundsätzlich gut. Tipp von ToMTuR: Wasser drauf, Beutel zu, über Nacht stehen lassen.
Bei mir hat das nicht so gut funktioniert. Über Nacht verteilt sich das Wasser nicht weiter im Ziegel, die festen Stellen bleiben fest. Am besten klappt es so: Ein bis eineinhalb Liter heißes Wasser der Länge nach auf den halbierten Ziegel tröpfeln. Dann durchkneten, schütteln, drehen, Wasser nachgießen. Wenn du den Behälter aufklopfst, klopfen sich die trockenen Stellen nach oben — dann nochmal Wasser drauf. Nach drei bis fünf Minuten Kneten ist der Ziegel komplett aufgelöst.
Den ToMTuR-Zip-Beutel benutze ich nicht mehr. Ich habe ihn einmal mit dem Messer beim Halbieren des Ziegels durchstochen — das war's mit „dicht". Ich mache das Auflösen jetzt direkt in meiner Koli: Ziegelhälfte rein, heißes Wasser drauf, zumachen, mit den Händen durchkneten. Die Koli ist abwischbar und das Volumen passt perfekt. Wenn der Ziegel aufgelöst ist, kippe ich den Inhalt direkt in den Kompostbehälter, schüttle die Koli aus oder spüle sie kurz mit Wasser, und die Fasern, die drinhängen, klopfe ich draußen aus.
Das ist ein praktischer Workaround, der bei mir die Plastik-Zip-Beutel komplett ersetzt — und nebenbei auch noch ehrlicher zur Tasche, weil sie für genau solche Einsätze entwickelt wurde.

Was bei mir kaputtgegangen ist (Marokko-Story)
Nach zehn Monaten Nutzung war ich in Marokko, als das Rührwerk plötzlich nicht mehr drehte. Der Motor lief hörbar, aber der Quirl bewegte sich nicht. Eine ausgeleierte Plastikschraube im Antrieb war das Problem.
Ich habe nachts um 12 Uhr ToMTuR über Instagram angeschrieben. Morgens um halb 8 hatte ich eine Antwort. Sie kannten das Problem, das Bauteil wurde inzwischen mit Metallinnenhülse verbessert. Sie haben mir das Ersatzteil sofort angeboten — wahlweise direkt nach Marokko oder zu mir nach Deutschland, weil ich acht Tage später ohnehin zurückkam.
Ich habe es nach Deutschland schicken lassen, der Tausch hat zehn Minuten gedauert und ist rein mechanisch — ohne Werkzeug-Spezialwissen. Genau dieses Selbstreparatur-Prinzip ist einer der Gründe, warum ich die OGO so empfehle: keine Elektronik-Black-Box, sondern ein nachvollziehbares mechanisches Gerät, das du im Notfall selbst zerlegen und flicken kannst. Das ist autark im echten Sinn.
Was die OGO im Alltag NICHT leistet
Damit du nicht enttäuscht bist, hier die ehrlichen Schwachstellen:
- Toilettenpapier muss extra entsorgt werden. Das ist eine Gewöhnungssache.
- Strombedarf: wenig, aber nicht null. Ohne Bordelektrik geht das Rührwerk nicht. Manuelle Kompostmodelle wie die Nature's Head sind hier autarker.
- Kompost vergessen umzurühren: Wenn du tagelang nicht rührst, kann es klumpig werden. Lösung: ein- bis zweimal täglich kurz leer durchlaufen lassen.
- Schimmel-Risiko bei zu feuchter Mischung. Wenn du zu viel Wasser auf den Ziegel gegeben hast, kann der Kompost feucht werden. Lässt sich aber unterrühren und ausgleichen.
- Sprossen. Manchmal entdeckst du, dass im Kompost was wächst. Vollkommen normal, kein Defekt.
Was kostet das alles? Übersicht
- OGO-Toilette inkl. Starter-Set Kokosfaserziegel: ca. 1.350 € (Stand 2026, mit 10 % Messerabatt; regulärer Preis ohne Rabatt liegt höher, aktuelle Konditionen direkt bei ToMTuR prüfen).
- Einbau bei Campufaktum: bei meinem Sprinter im oberen dreistelligen Bereich, ein Tag Arbeitszeit. Aktuelle Preise direkt bei Campufaktum erfragen.
- Laufende Kosten Kokosfaserziegel: ca. 2 € pro Monat bei meinem Verbrauch.
- Strom: minimal, mit normaler Solaranlage oder Aufbaubatterie kein Faktor.
- Ersatzteile: in einem Jahr ein Bauteil getauscht (Antriebsschraube), kostenlos durch ToMTuR.
Häufige Fragen zu Komposttoiletten und Trockentrenntoiletten im Wohnmobil
Stinkt eine Komposttoilette im Wohnmobil?
Nein. Wenn der Urin getrennt aufgefangen wird und der Feststoffbehälter regelmäßig gerührt wird, riecht es im Bad neutral oder leicht nach Erde. Geruch entsteht erst, wenn Urin und Feststoffe in Kontakt kommen — genau das wird durch die Trennung verhindert.
Was ist der Unterschied zwischen Trockentrenntoilette und Komposttoilette?
Eine Trockentrenntoilette trennt Urin und Feststoffe, ohne dass die Feststoffe weiterverarbeitet werden. Eine Komposttoilette macht zusätzlich aus den Feststoffen mithilfe von Streu und Rührwerk echten Kompost. Beide brauchen kein Wasser und keine Chemie.
Wie oft muss man eine Komposttoilette im Wohnmobil leeren?
Bei der OGO und einer Person Vollzeit-Nutzung etwa alle vier Wochen den Kompostbehälter. Den Urintank alle drei bis vier Tage. Bei zwei Personen entsprechend kürzer.
Wo entsorgt man den Kompost aus einer Wohnmobil-Komposttoilette?
Im Restmüll. Wo es legal und ökologisch sinnvoll ist, kann der Kompost auch in einen Komposthaufen. Im Hausgarten gilt eine Reifezeit von zwölf bis vierundzwanzig Monaten, bevor er als Dünger genutzt werden sollte. Auf Reisen ist Restmüll der einfachste und sicherste Weg.
Wo entsorgt man den Urin aus einer Trockentrenntoilette?
An jeder normalen Toilette, an Entsorgungsstationen oder im Notfall stark verdünnt in der Natur (abseits von Wegen, Gewässern, Stellplätzen). Reiner Urin ist im Vergleich zu chemiebehandelter Wohnmobil-Brühe ökologisch unbedenklich.
Kann man Toilettenpapier in eine Komposttoilette werfen?
Bei der OGO offiziell nein — das Papier wird separat gesammelt. Manche andere Modelle akzeptieren wenig Papier, das verlangsamt aber den Kompostprozess.
Welche Komposttoilette ist die beste für ein Wohnmobil?
Es gibt keine universelle „beste". Wer ein Modell mit elektrischem Rührwerk und sehr langen Standzeiten will, ist bei der OGO von ToMTuR gut aufgehoben. Wer komplett ohne Strom auskommen möchte, schaut sich die Nature's Head Composting (mit Kurbel) oder eine reine Trockentrenntoilette wie Trelino oder Kildwick an.
Was kostet eine Komposttoilette für das Wohnmobil?
Reine Trockentrenntoiletten gibt es ab etwa 600 €. Komposttoiletten mit Rührwerk wie die OGO liegen bei rund 1.000 bis 1.300 € inklusive Starter-Set, je nach Konfiguration und Rabatten.
Wie viel Strom braucht eine elektrische Komposttoilette?
Sehr wenig. Das Rührwerk läuft nur wenige Sekunden pro Aktivierung. Im Tagesschnitt liegt der Verbrauch im einstelligen Wattstundenbereich — für jede normale Wohnmobil-Bordbatterie unproblematisch.
Wie oft braucht man Kokosfaserziegel?
Bei der OGO und einer Person etwa einen halben Ziegel pro Aufsetzen. Ein 12er-Pack reicht damit mehrere Monate. Direkt bei ToMTuR bestellen ist meistens am günstigsten.
Wie bewahrt man Kokosfaserziegel im Wohnmobil auf?
Verschlossen, weil sie krümeln. Eine wasserabweisende Tasche, die sich abwischen lässt, ist ideal — bei mir die Sila aus LKW-Plane. Pappkartons saugen Feuchtigkeit, offene Stoffbeutel verteilen Krümel im Schrank.
Funktioniert eine Komposttoilette im Winter?
Ja, solange das Wohnmobil-Innere nicht durchfriert. Bei dauerhafter Frostbelastung kann der Kompostprozess langsamer werden und die Elektronik der OGO leiden. Im normalen Winterbetrieb mit beheiztem Innenraum kein Problem.
Selbst einbauen oder einbauen lassen?
Wenn du handwerklich routiniert bist und dein Wohnmobil sehr gut kennst, kannst du eine Trockentrenntoilette oder Komposttoilette selbst einbauen. Bei einem fast neuen Wohnmobil und/oder Unsicherheit beim Eingriff in die Möbelstruktur lohnt sich der Profi-Einbau. ToMTuR empfiehlt Einbaupartner wie Campofaktum.
Funktioniert eine Komposttoilette in heißen Ländern wie Marokko oder Spanien?
Ja. Ich war mit der OGO in Marokko unterwegs, der Kompost-Geruch war auch bei 30 Grad neutral. Wichtiger als die Außentemperatur ist die regelmäßige Rührfrequenz und die richtige Feuchte des Kokosfaser-Substrats.
Was passiert mit dem Kompost auf Auslandsreisen?
Der Kompost geht in den jeweiligen Restmüll des Landes, in dem du gerade bist. Im Vergleich zu Chemietoiletten-Inhalten ist das überall problemlos zu entsorgen — du brauchst keine Sondereinrichtung.
Riecht das Bad anders als bei Chemietoilette?
Ja. Bei mir riecht es im Bad nach gar nichts, manchmal leicht nach Erde, wenn der Kompostbehälter geöffnet wird. Mit Chemietoilette gab es immer einen leichten chemischen Unterton, vor allem bei Hitze.
Mein Fazit nach 365 Tagen OGO im Sprinter
Die OGO von ToMTuR ist eine der besten Investitionen, die ich am Wohnmobil gemacht habe. Würde ich jederzeit wieder so machen, würde ich jederzeit wieder empfehlen.
Was sich für mich konkret geändert hat:
- Ich brauche keine Entsorgungsstation mehr — vier Wochen Standzeit ist Welten.
- Keine Chemie, kein Solbio-Vorrat, kein Geruch im Bad.
- Sardinien im Winter, Marokko, Pläne für Nordamerika — die Toilette ist kein limitierender Faktor mehr.
- 2 Euro pro Monat Verbrauchskosten statt 15 Euro Solbio.
- Im Notfall reparierbar, mechanisch, ohne Spezialwerkzeug.
Wenn du gerade vor derselben Entscheidung stehst, ist mein Rat: Schau dir die Modelle live an, am besten auf einer Messe wie der CMT in Stuttgart. Sprich mit Nutzern, nicht nur mit Verkäufern. Und plane realistisch: Eine Komposttoilette ist eine Investition zwischen Toilette und Einbau, die sich erst nach Monaten amortisiert. Wer nur ein paar Wochenenden im Jahr campt, ist mit einer einfachen Trockentrenntoilette gut bedient.
Wenn du immer auf Campingplätzen in Europa mit Entsorgungsstationen unterwegs bist, lohnt sich die Investiton vermutlich auch nichht.
Wer wie ich Vollzeit oder auch außerhalb der Saison unterwegs ist und autark sein will, profitiert von der Komposttoilette mit Rührwerk auf jeder Etappe.
Direkt zur OGO oder zu den Kokosfaserziegeln bei ToMTuR:
Werbung: OGO und Kokosfaserziegel direkt bei ToMTuR (Affiliate-Link).
Wenn du Fragen zu meiner Erfahrung mit der Toilette hast, schreib mir direkt: tasche@tjuub.de. Ich antworte selbst.
— Dagmar, Gründerin von tjuub

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